Startseite Über uns Unsere Geschichte Wirtschaftswunderzeit
Firmengeschichte · Kapitel 2

Die 1950er & 60er – Aufbau und Wachstum.

In der Wirtschaftswunderzeit wuchs das Unternehmen Schritt für Schritt: eine Sargausstellung, besondere Bestattungen, 500.000 Kilometer mit Opel – und die Ehrenurkunde für verdiente Bürger Darmstadts.

Sargausstellung Schaufenster, 1970er Jahre

Ausstellung für Sargmodelle

Ab 1956

Eine Sargausstellung mit Werkstatt – Bestattung aus einer Hand.

Bereits 1956 entschlossen sich unsere Großeltern, das Thema Bestattung in seiner Gesamtheit anzubieten. Vorher war die Leistung auf den Bereich Überführung beschränkt. Während der Wirtschaftswunderzeit in den 1960er Jahren wurden die Geschäftsaktivitäten weiter ausgebaut: Tankstelle mit Fahrzeugwartung, Parkmöglichkeiten, Mietwagen und das Bestattungsunternehmen.

Neben dem Wohnhaus Ludwigshöhstraße 48 wurde eine Sargausstellung mit integrierter Werkstatt errichtet. In der Werkstatt wurden Sargmodelle mit Schnitzungen, Verzierungen, Innengestaltung und Griffbeschlägen individuell nach Kundenwunsch veredelt.

Mit diesem Angebot der Individualisierung waren unsere Großeltern ihrer Zeit voraus. Wir haben diesen Ansatz fest in unserer Planung und würden ihn im Jahr 2027 gerne wieder in unser Angebot aufnehmen.

Bestattungswagen Opel mit Sonderaufbau Autenrieth

Bestattungswagen der Marke Opel mit Sonderaufbau der Firma Autenrieth

Fuhrpark & Tradition

Opel mit Sonderaufbau – Markenzeichen einer Generation.

Unsere Großmutter Anna Dechert und unsere Tante Wilhelmine Kraft waren für die Mietwagenfahrten verantwortlich. Wilhelmine blieb noch bis zur Coronakrise im Jahr 2020 im Unternehmen aktiv und war bis zu ihrem 87. Lebensjahr eine wichtige Ratgeberin – mit einer „kleinen Geschichte" zu fast jedem unserer Kunden.

Bereits 1956 wurden wir von den Opel-Werken für eine Fahrleistung von 500.000 Kilometern mit einem Fahrzeugmodell geehrt – das entspricht mehr als 12 Erdumrundungen mit einem einzigen Fahrzeug.

Anna Dechert im Fahrzeug
Ehrenurkunde Opel 500.000 km
Traueranzeige Heinrich von Brentano, 1964

Traueranzeige zur Bestattung von Heinrich von Brentano · November 1964

November 1964

Die Bestattung von Heinrich von Brentano.

Im November 1964 durften wir die Bestattung von Heinrich von Brentano begleiten. Neben Konrad Adenauer gehörten eine Vielzahl von Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zu dem Kreis der Trauergäste in der Kirche St. Ludwig.

Historischer Hintergrund

Heinrich von Brentano wurde am 8. Juni 1955 als Bundesminister des Auswärtigen in die Bundesregierung unter Konrad Adenauer berufen. Er unterzeichnete im Oktober 1956 den Vertrag von Luxemburg zur Wiedereingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland und vertrat die Bundesrepublik auf der Genfer Außenministerkonferenz 1959. Am 30. Oktober 1961 unterzeichnete er das Deutsch-Türkische Anwerbeabkommen – eine seiner letzten Amtshandlungen.

Trauerfeier Kirche St. Ludwig

Kirche St. Ludwig, Darmstadt

Heinrich von Brentano mit Konrad Adenauer

Brentano & Adenauer

Trauerzug Bestattung Brentano 1964

Trauerzug · November 1964

Dankschreiben Bestattung Prinz Ludwig von Hessen

Dankschreiben zur Bestattung von Prinz Ludwig · 1968

1968

Trauerfeier für Prinz Ludwig von Hessen und bei Rhein.

51 Jahre nach der Bestattung von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein – jenem Ereignis, das unseren Großvater August Dechert zur Anfertigung eines eigenen Bestattungswagens inspiriert hatte – verstarb dessen Sohn Prinz Ludwig. 1968 organisierte DECHERT Bestattungen die Trauerfeier für den Prinzen.

Ludwig starb 1968 im Alter von 59 Jahren. Der Trauergottesdienst fand am 6. Juni 1968 in der Stadtkirche Darmstadt im Beisein des europäischen Hochadels statt. Ludwig liegt gemeinsam mit seiner Ehefrau Margaret (1913–1997) in einem schlichten Erdgrab auf der Rosenhöhe begraben.

Ehrenurkunde für August Dechert, verdiente Bürger Darmstadts, 1973

Ehrenurkunde für verdiente Bürger der Stadt Darmstadt · 8. August 1973

8. August 1973

Ehrenurkunde für verdiente Bürger Darmstadts.

Am 8. August 1973 erhielt unser Großvater die Ehrenurkunde für verdiente Bürger der Stadt Darmstadt. Er wirkte sein ganzes Leben für sein Unternehmen und für die Entwicklung des Stadtteils Bessungen. Dies zeigte sich insbesondere in seinem Engagement für den Karnevalverein Bessungen und den Wiederaufbau der Bessunger Turnhalle.

Bessunger Turnhalle

Die Bessunger Turnhalle wurde im Zweiten Weltkrieg beim Luftangriff auf Darmstadt zerstört. Von 1949 bis 1953 erfolgte der Wiederaufbau – durchgeführt von Mitgliedern der Bessunger Vereine mit Unterstützung der Stadtverwaltung. Die Einweihung am 14. November 1953 machte sie zur ersten funktionsfähigen Versammlungsstätte der Stadt nach dem Krieg.

August Dechert beim Karneval Bessungen mit Joseph Offenbach

Vorne links: Joseph Offenbach – rechts dahinter: August Dechert

Karnevalverein Bessungen

August Dechert – Motor des Vereinslebens.

Der Karnevalverein Bessungen sah in unserem Großvater eine treibende Kraft in der Weiterentwicklung des Vereins. Er wurde in den Elferrat berufen. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Joseph Offenbach anlässlich einer Prunksitzung.

Joseph Offenbach (1905–1971)

In den 1960er Jahren avancierte Offenbach zu einem der populärsten Fernsehschauspieler Deutschlands – als Vater Scholz in „Die Unverbesserlichen" (mit Inge Meysel, 1965–1971) sowie als Künstleragent Jacobsen in „Salto Mortale" (mit Gustav Knuth, 1969–1972). Er starb am 15. Oktober 1971 und wurde auf dem Alten Friedhof in Darmstadt beigesetzt.

Anna und August Dechert

Anna und August Dechert

1973 verstarb unsere Großmutter bei einem tragischen Verkehrsunfall auf der Heidelberger Straße Ecke Bessunger Straße. Der zur Hilfe herbeigerufene Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Da die Unfallstelle nur wenige Meter von unserem Unternehmen entfernt war, brachten die Rettungskräfte unsere Großmutter, ohne den Bezug zu kennen, direkt in unser Bestattungsunternehmen. Für unsere Familie und unsere Mitarbeitenden war diese Situation eines der herausforderndsten Ereignisse.

Ein Jahr später erlitt unser Großvater einen schweren Herzinfarkt und war ab diesem Zeitpunkt auf Pflegehilfe angewiesen. Er verstarb am 12. August 1978. Anna und August Dechert sind gemeinsam auf dem Bessunger Friedhof bestattet.

Kontaktaufnahme 24/7 erreichbar06151 96810

Wie dürfen wir Ihnen helfen?

Wählen Sie Ihr Anliegen — wir melden uns persönlich bei Ihnen.

Wir sind sofort für Sie da.

In einem Trauerfall genügt ein Anruf.

24 Std. erreichbar06151 96810

Vertraulich · Datenschutz

Vielen Dank.

Wir melden uns persönlich bei Ihnen.